Antragsverfahren

Es gibt verschiedene Antragsverfahren, die bei einer Ausschreibung zum Tragen kommen können. Welches Antragsverfahren bei einer Ausschreibung angewendet wird, ist den jeweiligen Ausschreibungsunterlagen zu entnehmen.

Es gibt unterschiedliche Antragsverfahren, die im jeweiligen Arbeitsprogramm für die einzelnen Aufrufe vorgegeben werden.

Vollantrag oder Kurzantrag – Vorgaben der jeweiligen Antragsverfahren

Einstufiges Antragsverfahren: Der vollständige Antrag wird zur im Ausschreibungstext genannten Einreichungsfrist an die Europäische Kommission übermittelt.

Zweistufigen Verfahren: Ein Kurzantrag (dessen maximaler Umfang vorgegeben ist) wird zunächst zur genannten Einreichungsfrist eingereicht. Alle eingegangenen Kurzanträge werden anhand einer reduzierten Anzahl von Kriterien evaluiert und nur die Konsortien, deren Kurzanträge in dieser ersten Runde positiv bewertet worden sind, werden zur Einreichung eines Vollantrags eingeladen.

"Offene Aufrufe": Während bei den beiden zuvor beschriebenen Verfahren eine Ausschreibung nur eine Einreichungsfrist hat, werden offene Aufrufe mit mehreren Einreichungsfristen veröffentlicht. Antragstellende können ihre Anträge während der Gesamtdauer der Ausschreibung (bis zum finalen Einreichungstermin) an die Europäische Kommission übermitteln. Dies fasst die Anträge für die Evaluierungsrunden, welche in festgelegten Abständen stattfinden, zusammen.

Neben den "normalen" Ausschreibungen für die Einreichung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten veröffentlicht die Europäische Kommission zudem Ausschreibungen zu Dienstleistungsaufträgen (Calls for Tender), die z. T. auch in den Arbeitsprogrammen von Horizont 2020 enthalten sind. Hier greifen nicht dieselben Grundlagen der Beteiligung wie bei Projekten des EU-Rahmenprogramms; es handelt sich um reine Auftragsarbeiten für die Europäische Kommission, z. B. die Erstellung von Studien oder die Durchführung von Konferenzen. Bei der Beteiligung an einem Call for Tender müssen sich Antragstellende bewusst sein, dass die erarbeiteten Ergebnisse an den "Auftraggeber" Europäische Kommission übergehen. Veröffentlicht werden die Calls for Tender in der Regel nicht im Amtsblatt C (hier werden die Ausschreibungen der Forschungs- und Entwicklungsprojekte veröffentlicht), sondern im Amtsblatt S (Supplement).

Mehr Informationen zur Antragstellung in Horizont 2020 finden Sie hier.