Der Europäische Forschungsraum

Der Europäische Forschungsraum ist ein politisches Konzept der Europäischen Union. Ziel ist es einheitliche Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation in Europa zu schaffen. Damit soll die Fragmentierung der europäischen Forschungslandschaft überwunden werden. Wichtiger Bestandteil des Europäischen Forschungsraums ist die finanzielle Förderung durch Horizont 2020.

Das Konzept des Europäischen Forschungsraums (EFR; englisch: European Research Area, ERA) beinhaltet vor allem die Integration und Kooperation der wissenschaftlichen und technologischen Kapazitäten der Mitgliedstaaten. Der EFR soll so zur Umsetzung der Europa-2020-Strategie beitragen. Durch Forschung, Entwicklung und Innovation sollen Wachstum und Beschäftigung in Europa gesteigert werden.

Wichtigstes Instrument zur Verwirklichung der Idee des EFR sind die seit dem Jahr 1984 von der Kommission durchgeführten mehrjährigen Rahmenprogramme für Forschung und technologische Entwicklung.

Horizont 2020, das aktuelle Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, soll dazu beitragen, zahlreiche Kooperationen im Rahmen konkreter und gezielter Projekte in Schlüsselbereichen der medizinischen, ökologischen, industriellen oder sozioökonomischen Forschung auszulösen. Dafür stehen auch erhebliche Fördermittel für die Mobilität von Forschenden, die Einbeziehung von Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) sowie die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit zur Verfügung.

Der Europäische Forschungsraum setzt fünf Prioritäten um. Diese zielen auf eine europaweite Verbesserung der Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation ab. Die fünf Prioritäten sind: 

Weitere Themen sind die internationale Dimension des Europäischen Forschungsraums für die Zusammenarbeit mit Drittstaaten und der EFR-Monitoring-Mechanismus (EMM). Dieser misst mittels statistischer Daten die Umsetzung des EFR in den einzelnen Mitgliedstaaten.

Mehr Informationen zum Europäischen Forschungsraum erhalten Sie auf den Seiten des EU-Büros des BMBF.