Fast Track to Innovation (FTI)

Öffentliche Gelder werden nach strengen Regularien vergeben, um eine faire und transparente Verteilung sicherzustellen. Dies nimmt jedoch viel Zeit in Anspruch. "Fast Track to Innovation" (FTI) ist ein Fördermechanismus für innovative Projekte mit Potenzial zur Vermarktung. Mit FTI können diese schneller gefördert werden. Damit soll Horizont 2020 vor allem für den privaten Sektor attraktiver werden.

Das Ziel von Fast Track to Innovation (FTI) ist es, eine schnellere Vermarktung von Ergebnissen zu ermöglichen. Als Querschnittsmaßnahme von Horizont 2020 soll FTI das Antragsverfahren von der Einreichung bis zur Vertragsunterzeichnung auf maximal sechs Monate verkürzen.

Die themenoffenen Anträge (bottom up) für die Bereiche der Grundlegenden und industriellen Technologien (LEIT) sowie der Gesellschaftlichen Herausforderungen können jederzeit eingereicht werden. An drei Stichtagen im Jahr trifft die Europäische Kommission Entscheidungen über die Förderung auf Basis der Arbeitsprogramme. Antragsberechtigt sind alle Rechtspersonen in kleinen Verbundprojekten mit maximal fünf Partnern. Die Budgethöhe, Projektlaufzeit und die Zahl der förderbaren Projekte sowie das genaue Auswahlprozedere sind noch nicht festgelegt. Erste Ausschreibungen (calls) soll es ab 2015 geben.

Die geförderten Projekte erhalten normalerweise eine Förderquote von 70 % der direkten abrechenbaren Kosten, welche bei Horizont 2020 für marktorientierte und marktnahe Vorhaben vorgesehen ist. Diese wird durch eine Pauschale von 25 % für indirekte Kosten ergänzt. Die Förderung ist auf maximal 3 Millionen Euro pro Projekt begrenzt. Kriterien für die Auswahl der Anträge sind Wirkung (stärker gewichtet), Qualität, Effizienz der Umsetzung und Exzellenz.

Die Maßnahme orientiert sich insbesondere an erfolgreichen nationalen Programmen wie "KMU innovativ" aus Deutschland. FTI ist eine zunächst auf drei Jahre angelegte Pilotmaßnahme in Horizont 2020, die 2017 evaluiert werden soll.